PNP - mein neuer "treuer Freund"

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PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon alcom » Mittwoch 10. März 2010, 22:14

Liebe Mitleidenden,

nun gut, ich bin noch neu bei Euch und auch noch ein „Frischwurf der PNP“. Seit also bitte nachsichtig mit mir, wenn ich mich über diese Erkrankung noch erst informieren muß.

Erst heute morgen kam die Diagnose: beginnende PNP. Der Neuro weiß zwar nicht woher, aber er sagte nur, die Amplituden meiner Nervenleitströme seien sehr schlecht. Daher das Taubheitsgefühl, die brennenden Schmerzen in beiden vorderen Fußballen. Die Reflexe sind zwar in Ordnung, aber das ENG war es eben nicht.

Irgendwie schäme ich mich ja auch, daß ich Euch um Rat frage, weil ich an meiner PNP letztlich wohl selbst schuld bin. Ein Diabetiker kann nichts für seine PNP, eine Rheumaerkrankter ebensowenig und und und. Ich aber habe sie mir sehr wahrscheinlich durch exzessiven Alkoholkonsum eingefangen, somit bin ich eigentlich selbst dafür verantwortlich und darf eigentlich nicht jammern.

Es war nur eine plötzliche Trennung von meiner Frau, die mir mehrfach fremdgegangen ist, vor zwei Jahren habe ich zudem einen meiner besten Freunde durch einen tödlichen Autounfall verloren und im vergangenen Jahr ist hier vor Ort eine ganze Wohnanlage abgebrannt. Als Brandoopfer ohne Hausratversicherung kann man da ganz von vorne anfangen. Irgendwann können auch wir Männer nicht mehr. Daher habe ich über zwei Jahre exzessiv getrunken. Waren wohl 15 0.5l Bier am Tag. Angsterregend war dann meine Toleranzgrenze. Ich konnte bei diesem Spiegel noch programmieren und meiner Arbeit nachgehen. Niemand hat jemals etwas gemerkt.

Irgendwann habe ich mir gesagt, jetzt muß ich aufhören. Das klappt eigentlich ganz gut.

Seit etwa drei Wochen habe ich nur dieses blöde Taubheitsgefühl in den vorderen Fußballen und ein Elektrisieren am Körper, auch mein Rücken schmerzt.

Vielleicht ist es ja auch etwas Orthopädisches, als Programmierer sitze ich ja eigentlich nur vor dem PC. Doch das ist wohl abwegig.

Wahrscheinlicher ist es, daß ich mein Leben durch das Saufen versaut habe und sich mein Körper jetzt wehrt.

Wie es weitergehen soll, weiß ich noch nicht. Das Blutbild ist in Ordnung, ebenso die Leberwerte wie auch die Vitamin-B-Komplexwerte. Vor der Trennung von meiner Frau wog ich 86kg. Für einen 201cm großen Mann eh noch zu wenig. Nach der Scheidung bin ich bei 74kg angelangt. Eine Mangelernährung könnte also auch eine Ursache sein.

Jetzt kriege ich Prednisolon und gegen die möglichen Magenbeschwerden so ein Lansopracol-CT. Wofür es gut ist, weiß ich nicht.

Irgendwie scheint es mir so, als ob die Ärzte ihre Ohren auf Durchzug schalten, wenn sie von einer Alkohol-PNP hören. Ihr Verständnis ist dann minimal, so als ob sie sagen wollten: Daran ist er selbst schuld und so fühle ich mich ja auch.

Wie soll es nun bloß weitergehen?

Euch alles Liebe und einen möglichst schmerzfreien Abend.

Euer

Detlef
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon Achim » Freitag 12. März 2010, 11:38

Lieber Detlef,

schön, dass Du zu uns gefunden hast. Und schön, dass Du Dein Alkoholproblem in den Griff bekommen hast.

Klar, Alkohol drängt sich als Ursache auf und schon bist du stigmatisiert. Aber es gibt zig Ursachen für PNP.
Deine Alkoholkarriere scheint mir eher kurz gewesen zu sein, weshalb m. E. andere Ursachen nicht automatisch
ausgeschlossen sind. Da können Dir andere von uns vielleicht noch besser Auskunft geben, ich persönlich habe
eine etwas atypische PNP.

Wollte Dir heute in erster Linie nur zeigen, dass Deine Botschaft angekommen ist.

Probier doch mal gelegentlich unseren chat aus. Dort bist Du uns auch herzlich Willkommen.

LG

Achim
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon dempster » Samstag 13. März 2010, 00:26

Hi Detlef,

Detlef hat geschrieben:so ein Lansopracol-CT. Wofür es gut ist, weiß ich nicht.
Das Zeug hemmt die Produktion der Magensäure. Ich bekomme ein vergleichbares Medikament wegen eines Reflux, bei dem die Magensäure immer wieder in die Speiseröhre steigt und dort Hustenreiz und auf längere Sicht auch Verätzungen hervorrufen kann.

Was heißt schon "selbst Schuld"? Ein Diabetiker, der weiß, was ihm blüht, handelt auch gegen seine Gesundheit, wenn er seinen Blutzucker dennoch nicht auf normnahen Werten hält. Und das ist nicht immer einfach. Und kaum jemand kommt bei Alkohol auf die Idee, dass daraus eine PNP erwachsen könnte. Aber das ist es eben - "könnte". Es gibt viele Ursachen für eine PNP. Ob zwei Jahre Alkoholmissbrauch dazu führen können, kann ich nicht beurteilen. Aber selbst wenn, hast Du das Recht auf eine ordentliche Behandlung. Achja - als Diabetiker mit Übergewicht hat manch einer mit ähnlichen Problemen zu tun, wie Du von Dir beschreibst - "wär'er / sie nicht so fett, hätte er / sie keine Probleme". Was glaubst Du, wie oft ich das mehr oder weniger verklausuliert schon gehört habe?

Also find' Dich mal rein bei uns, stell' Deine Fragen und scheu' Dich nicht. Dazu gibt es keinen Grund.
:pnp028:
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon sepplchen » Samstag 13. März 2010, 14:03

@ Detlef:
Schliesse mich Achims Einschätzung an,scheint für eine rein alkoholbedingte PNP der Alkoholabusus zu kurz gewesen zu sein.
Ich habe seit meinem 16.Lebensjahr regelmässig Alkohol konsumiert-bin jetzt 47 Jahre alt-und zum Schluss Wodka rund um die Uhr,bis zu 3 Flaschen konsumiert.
Nun bin ich seit 2 Jahren trocken und habe eine schmerzvolle PNP,die sich leider keinen cm bessert,es ist zum Verzweifeln.
Da die PNP eigenes Verschulden ist,kann ich mich auch nicht beklagen.
Moral von der Geschicht:Trinke nicht.
Gruss sepplchen
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon sanne » Samstag 13. März 2010, 15:26

Ich glaube auch nicht dass der Alkohol damit zu tun hat...dazu hast du nicht lange genug getrunken. Wenn es auch kein hochprozentiger Alkohol war ist es auch weniger schlimm....wurde mir mal gesagt.
Ich habe von meinem 12 bis 27 Lebensjahr getrunken....und das nicht nur am Wochenende. Meine PNP kommt aber von der Diabetes.Es kann sein dass ich mit dem Alkohol den Grundstein gelegt habe....meinte der Arzt. Schuldig fühle ich mich deswegen doppelt.Erst der Alkohol und dann die Diabetes. Nun soll ich Sport machen und kann den inneren Schweinehund nicht überwinden :oops: Dazu noch Übergewicht....also Schuldig in allen Punkten der Anklage :twisted: :oops:
Das Zeug für den Magen habe ich nicht....obwohl ich viele Probleme damit habe. Oft Sodbrennen und Übelkeit.
Sollte mal meinen Arzt danach fragen. :pnp028: :tschuess:
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon Rutschie » Sonntag 14. März 2010, 04:59

Die Frage nach der Eigenschuld einer Krankheit stellt sich jeder der krank geworde ist, ..egal welche Krankheit es ist.
Jedoch habe ich ich in meiner mittlerweile 2jährigen Psychotherapie gelernt, dass es Quatsch nach dem warum zu fragen, die Fragen was wäre gewesen, wenn ich.. belasten einen kranken Menschen nur unötig.
Bei mir ist es witzigerweise so gelaufen, dass ich erst richtig krank geworden bin, nachdem ich meine Ernährung umgesteltte hatte, um mein doch schon massives Übergewicht zu reduzieren.
Ich was soooo stolz, denn 25 kg abnehmen,...naja, konnte doch auch stolz sein und ich erhoffte mir natürlich wieder fitter zu werden.
Bis dahin war ich aber eigentlich relativ fit, ...ich versorgte meine 4 köpfige Familie, ging arbeiten, pflege unser 2Familiehaus (Eltern wohnten noch mit..kranker Vater...usw.), pflege den Garten, baute eigenes Gemüse an...und war begeisterte Tänzerin zusammen mit meinem Mann in einer Volkstanzgruppe seit meiner Jugend.
Tja,..das einzige Laster was ich mit noch genemigte, war und ist auch heute noch das Rauche.
Er1gänztend muss ich noch sagen, dass ich mich immer gesund nur halt falsch ( zu viel Vollkornbrot) ernährt habe.
So...schon 1 Jahr nach meiner Umstellung usw. fing der Spuck an und seit dem kämpfte ich wie gegen Windmühlen,...und seit 3 Jahren bin ich nicht einmal mehr ohne Hilfe fähig mich selbst zu verpflegen, geschweige denn, dass ich meine Familie versorge. Mit 44 Jahren bin ich darauf angewiesen, dass mir meine 17jährige Tochter beim Duschen, Anziehen usw. hilft.
Lange habe ich mir die Frage gestellt, wieso, ...was wäre gewesen wenn....usw.
Nur heute stelle ich mir nur noch das Ziel, dass ich es mir möglichst gut gehen lasse. Selbst die Ärzte sagen immer wieder, dass es nur noch darum geht, dass sie mir helfen, dass mein Leben möglichst leicht wird, dass es sie mir nur noch helfen können, dass ich lerne, mein Leben so wie es nun ist, leben kann.
Kein Arzt legt mir noch irgendwelche Verbote auf. Heute geht es nur noch darum, dass ich den Lebenswille verliere.
Und ich glaube, das ist es, ....wenn man krank geworden ist, sollte man sich die Frage stellen, was einem wichtig ist...wie es in einem selbst aussieht...wieviel Kraft man für was aufbringen möchte und kann.
Ich persönlich habe gelernt, dass nur jemand, der in den gleichen "Schuhen" wie ich gelaufen ist und läuft, mir mit Verboten und Geboten kommen kann.
Auf so Sätze wie : du hättest auch besser, du würdest besser und wieso hast nur nicht, wieso machst du nicht...habe ich viel zu lange gehört, die haben mich viel zulange verzweifeln lassen, ....heute höre ich da erst gar niicht mehr hin.
Heute Zählt nur: wie geht es mir besser....was kann ich heute tun und was nicht...und ich schäme mich nicht mehr, wenn ich nichts tun kann, weil es eben nicht geht.

Ich glaube fest daran, dass nur jeder für sich erkennen kann, wass er kann und was nicht. Meine Ärzte sagen mir, ich solle auf meinen Körper und meinen Verstand hören- eigentlich ist das doch auch das Beste für jeden , vor allem jeden kranken Menschen oder?

ich grüße alle hier ....und möchte nochmal betonen, wie froh ich bin, hier sein zu dürfen und mich mit euch auszutauschen.

gggggggggglg Rutschie
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon chris65 » Sonntag 14. März 2010, 10:59

Hallo Rutschie,
ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und hätte gerne nähere Informationen zu deiner "gesunden, aber falschen " Ernährung. Wie kann man zuviel Vollkorn-
produkte essen, wie kann man durch zu gesunde Ernährung krank werden???? Oder wie durch Abnehmen??
Freue mich auf deine Antwort.
LG
Christa
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon Rutschie » Dienstag 16. März 2010, 02:35

Hallo Christa
Tja, manchmal ist eben nicht alles so einfach wie es scheint, oder wie wir es glauben wollen.
Zu meiner Geschichte in diesem Punkt: Ich hatte wie schon gesagt gesagt starkes Übergewicht und das obwohl ich doch, so wie ich dachte, mich richtig und gesund ernährte.
Ich achtete immer auch Vollkornprodukte und essen schon von natur aus gerne viel Obst und Gemüse.
Letzteres ist auch nicht der ausschlaggebenden Punkt, sondern das Vollkorn.
Für mich war es komplett falsch, denn ich nahm durch die auch in Vollkorn nicht ohne enthaltenden Kohlenhydraten, zwar langsam, aber stetig zu! Dabei fragte ich mich immer wieso,...ich ernährte mich doch so gesund.
Erst als ich was von der LOGI Ernährung hörte und einen Bericht im Fernsehen sah,..kam es mir so langsam. Also machte ich mich dahin gehend schlau und stellte meine Ernährung so um, dass ich nur noch wenig Kohlenhydrate aß, also weg mit den vielen Vollkornprodukten. Klar, ich esse noch immer gerne mein Vollkornbrötchem, aber das war es dann aber auch.
Viel Gemüse und Eiweiß halfen mir mein Gewicht, ohne zu hungern, zu reduzieren.
Ich fühlte mich wohler! Dachte ich doch nun, den Weg gefunden zu haben!!! Hmmmm, wie gesagt, oft ist es nicht immer so wie es scheint.
Durch dieses Abnehmen, nahm auch meine Muskulatur ab, zwar nicht viel, aber es reichte aus, um das was seit über 20 Jahren in meinem Rücken passierte, endlich ans Tageslicht zu bringen und es reichte aus, dass ich plötzlich vor Schmerzen schreiend meinem Leben ein Ende mache wollte.
In CTs und MRTs sah man dann, dass sich die Bandscheiben L4/5/S1 verabschiedeten....L5/S1 saßen ist sie schon damals nicht mehr voranden....kann sich vielleicht einer vorstellen was das für Schmerzen sind, wenn die Wirbel regelrecht aufeinander sitzen und sich aufreiben???
All die Jahre vorher, wo ich immer wieder auf meinen Rücken hinwieß, hieß es ...als ich 20 Jahre war: da ist nichts...stellen sie sich nicht so an....gehen sie arbeiten, dann vergessen sie die Schmerzen....hmmm, ich schluckte die Schmerzen runter sammt Unmengen Tablette!
Dann bekam ich Kinder....die Schwangerschaften waren für mich die Höllen...oft stand ich auf einer Treppe und warte erst einmal ab, bis ich wieder gehen konnte, denn die Schmerzen waren zu stark, hmm, kann sich jeder denken wie es dann hieß: das kommt von der Schangerschaft, die Bänder lockern sich, blablabla,......später dann hieß es: nehmen sie ab, dann gehen die Schmerzen auch weg!!!
?!? ????!!!! ICH NAHM AB NUR DANN BEKAM ICH ERST RECHT SCHMERZEN UND IRGENDWIE IST SEIT DEM MEIN LEBEN EIN CHAOS!!!

Ärzte sagten mir später, dass dieses ganze Bild der Wirbelsäule noch lange im Verborgenen geblieben wäre, wenn ich nicht abgenommen hätte!!!!!!!!!
Erst durch die mit dem Abnehmen zusammenhängende Muskulaturabnahme, kam all das ans Licht.
Machen konnte man nichts.....zu spät!!!!!!!
Jedoch ich krabbellte mich wieder hoch, ...musste zwar immer Opiate nehmen und entsprechtend trainieren, jedoch ich konnte wieder arbeiten gehen.

Das ich dann später noch andere Krankheiten bekommen sollte, ...hat nichts damit zu tun.
Jedoch, ist es auch so, dass mir kein Arzt heute sagen kann, welche Nervenschäden von der PNS/PNP kommt, was von der Wirbelsäule kommt, oder was von den 4 BauchOPs kommt, die ich zwischzeitlich hatte, was von der Krebserkrankung ist -....

Heute ist es so, dass ich immer noch ein paar Kilos zuviel hab...., und ich wette, wenn ich nicht so krank geworden wäre, würde man mir diese Kilos zu Nachteil auslegen, ...heute jedoch sagen allen, dass ich nicht noch eine Diät/Umstellung machen solllte, ...ich bräuchte die Kraft bestimmt noch.
Hmmm, wäre, war oder ist nun für den Menschen das Beste???? ....ich weiß es nicht, ...ich weiß es nicht einmal mehr für mich, denn ich weiß nicht, was was für Wirkung hat,...!

Ist alles in allegemeinen einfach und klar...der Durchschnitt zeigt alles, ....nur im Einzelfall ist es dann noch vielleicht anders. ...und vielleicht es da nicht so, wie es scheint oder wie man glauben möchte.

LG Rutschie
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon ketti63 » Dienstag 16. März 2010, 08:06

Hallo Rutschi, :D


:willkommen22: in unserem Forum.

Ich schließe mich Deinem Bericht, in allem voll an. :D

Ernährungsumstellung ist einfach, Klar, nur zu welchen Preis. :?:

Ich bin durch die Hölle gegangen. Ich habe es im Krankenhaus gemacht. :)
Am Anfang war das, Ja, auch Super, die erste Woche.
Aber dann, überall Schmerzen, das gibt sich, laut Arzt, ist nur die Frage, Wann, Wo, Wie :?:
Das überlege ich jetzt schon seit 20 Jahren. Egal.
Aber ich habe damals nicht nur an Kilos verloren.

Nein,
Einst habe ich, gewonnen, gelernt, "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott". :D

Wenn man dann im laufe der Jahre, ein ganzes "Somosorium", an anderen Krankheiten durch laufen muss.
Wenn man sich in den ganzen Jahren "als Dummer Patient" auch noch weitergebildet hat.
Sprich: Internet, Fachzeitungen, Therapien, Ergo, Medis usw. und sitzt mit seinen 47 Jahren vorm Arzt.
Sieht mit ihm die "tollen Bilder" vom eigenen Körper an.
"Es gibt noch kein Ersatzteillager für ihren Körper, ihre Gelenke.
Sie sind zu Jung, wir müssen noch warten, Sie sehen von ihnen aus, wie eine Frau, von 80 Jahren".
"Sehen sie mal Herr Dr., ich kann 120 Jahre alt werden, und keiner merkst".

BLA, Bla usw. dann fährt man mit "Hugo" Rolli aus der Praxis nach Hause.
Und was hat der Arzt gesagt, "Alles beim Alten, ich werde meinen Galgen-Humor verbessern müssen".
"Wenn du keinen Hast, wer dann?"
" Eben, dafür muss ich jetzt trainieren", nicht das noch einer besser wird".

Aber ich bin Froh, ich kann mir das Leisten, nicht nur Deutsch, Muttersprache, Englisch auch in der Arzt-Sprache zu reden.
Da staunen sogar manche Dr`s. usw. Egal.

Dafür Rutschie ich kann Dich gut verstehen, wir könnten ein Buch schreiben.

"Mein Kampf", "Hab ich Gewonnen oder Verloren", unser tollstes, bestes Buch.
"Gib Dich niemals selber auf", aber wer würde das Lesen, es geht vielen so.

Dafür, ein gutes Forum ist mir so Wichtig, geworden.
Ich will ja nicht nur von innen 120 Jahre werden, sondern auch von Aussen. :wink:
Für die vielen Tips, Anregungen, bin ich sehr dankbar , die hat kein Arzt, ("weißen Götter"), Klinik, KK, usw. drauf.
Die gibs nur hier, und das "um sonst".
Einer für alle, alle für Einen.
Sogar beim Fußball, können die, dass manmal nicht.

Aber wir. :traurig: :lol: :D :lol:

GLG
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Re: PNP - mein neuer "treuer Freund"

Beitragvon Rutschie » Dienstag 16. März 2010, 08:42

Hallo Ketti

Oooooh ja,...dabei wissen doch soooo viele Ärzte u. Mitmenschen es doch soooo viel besser....jeder sagt es einem dann auch noch. Nimm ab, esse gesund, hungere aber nicht, achte auch dich, achte nicht so sehr auf alle Anzeichen, lenke dich ab, tue was für dich, machst du noch Sport??, nein nicht wandern.." Sport " Sport halt, entspanne dich, hör doch nicht auf alle!..! blablablablablalbalbalalblallabla
Geh zum Arzt, warst du beim Arzt, Was sagt der Arzt ( ich erkläre es, ...sage die Diagnosen und Prognosen) ach was wissen die, der hat doch keine Ahnung,...geh doch zu einem anderen,...wieso gehst du nicht zu dem XY und zu dem sowieso?? ( ich erkläre, ich mag nicht noch mehr ausprobieren, ...wie viele denn noch...hab doch schon 3 Seiten voller behandelnder Ärzte) ...dann: na dann, können wir dir nicht helfen, ...machst ja auch nix,....willst doch nur krank sein ( ...ich bin doch dauernd in Therapie und tue und mache ...nur ich kann doch nicht mehr...kann doch nur noch am Wägli (Rollator) gehen)... ach was, du strengst nur nich genug an,...du musst auch laufen, geh doch raus,...geh spazieren (...ich weine und erkläre: ich schaff das alles nicht mehr,...die Schmerzen, die Krankheiten und nun noch die Lähmungen...wo soll ich die Kraft her nehmen?) ...nun aber,...reiß dich mal zusammen, so schlimm kann das doch wohl nicht sein,...da gibt es noch ganz andere...ich z.B. hab auch...und trotzdem mache ich....machs doch genauso...ach ich konnte auch schon oft vor Schmerzen nicht gut gehen und? sie mich nun an...( heulend ziehe ich mich zurück und lerne mich in der Einseimkeit neu kennen,..lerne mein Leben neu zu leben)......(leider musste ich dann doch in den Rollstuhl und???, tja, ich habe ihr als Freund akzeptiert, denn der hilft mir, er hilft mir wieder mehr frei zu sein)...

Und nun,....die guten Ratschläge bleiben aus, ich werde plötzlich nicht mehr mit Weisheiten vollgepumt, ...sobald ich merke, dass jemand wieder mit dem " ich hab gehört, da können sie doch dies und das tun (dabei kennt er sich die Krankheiten doch gar nicht) kann nun auch, wenn ich will, mich mit dem Rolli umdrehen und schnell weg fahren,...schnell wieder weg von diesen doch allwissenden Menschen.

Also, ...Ärzte sind auch nicht besser....ich habs am eigenen Laib erlebt, dass Ärzte Untersuchungen abgebrochen haben, um sich zwischenzeitlich über die Abkürzungen meiner Diagnosen schlau zu machen, um dann allwissend zu erscheinen. Jedoch 2 Minuten später war dann die nächste Diagnose und dir nächste Unterbrechung dran...das alles 5x in Folge ....passiert in der Reha ....
NUN...ich vertraue nur noch mir...ich kenn mich am Besten...ich höre auf meinen Verstand und meinen Bauch...vertraue auf Gott und versuche mir selbst so gut es geht selbst zu helfen.

LG Rutschie
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