Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

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Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

Beitragvon Sven Gruhlke » Donnerstag 24. Mai 2012, 22:30

Seit gut 6 Jahren habe ich nunmehr mit einer progredienten Form der PNP, vor allem linksseitig zu tun. Von meinen Beschwerden habe ich auch wiederholt berichtet. Was mich erstaunt ist, dass sich niemand gemeldet hat, der ein ähnliches Beschwerdebild hat. Auffällig sind vor allem die unterschiedlichen Aussagen der Neurologen. In Eppendorf teilte man mir mit, es sei eine funikuläre Myelose. Nachdem sich nach den B 12 Substitutionen nichts getan hatte, riet man mir von weiteren Substitutionen ab und meinte nunmehr, es sei eine CIP, hervorgerufen durch die diversen Bauchoperationen, die ich gehabt habe. Da sich mein Beschwerdebild aber nicht gebessert, sondern sich verschlechtert hat, ist man in der Zwischenzeit auch von dieser Diagnose wieder abgewichen. Nun habe ich kürzlich einen Fußchirurgen aufgesucht. Der meinte, es sei linksseitig eine deutliche HSMN erkennbar. Aufgrund einer in der Sendung "Visite" gezeigten Nervensonografie ließ ich in Hamburg eine solche an meinen Beinen vornehmen. Meine Hoffnung, dass hierbei nunmehr endgültig festgestellt werden könnte, wo der Nerv defekt ist und sich möglicherweise eine Heilungsmöglichkeit bietet, hat sich leider zerschlagen. Die Druckbeschwerden, die ich hätte, so meinte der Neurologe, seien auf einen erkennbaren Zerfall der Muskeln zurückzuführen. Er schlug mir vor, die Nervenradiologie in Heidelberg aufzusuchen. Dort sei eine abolute Kapazität tätig und evtl. könnte man mir dort helfen. Ich selbst habe in der Zwischenzeit bei "Sanego" nachlesen können, dass das Antibiotikum "Tavanic" schwere Nervenschäden verursachen kann. Da ich anlässlich einer Hodenentzündung dieses Antibiotikum in der Reha erhalten habe, könnte es möglich sein, dass es Auslöser meiner Beschwerden ist. Zum Schluss noch einmal mein Beschwerdebild: Gewebedruck im Fuß und Sprunggelenk. Mit "Diclofenac" gelingt es mir, dass Beschwerdebild ein bisschen zu lindern. Kennt jemand die Radiologie in Heidelberg und den dort tätigen Professor? Hat jemand ein ähnliches Beschwerdebild?
Sven
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Re: Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

Beitragvon pnp12 » Mittwoch 13. Juni 2012, 14:28

Sven Gruhlke hat geschrieben:Gewebedruck im Fuß und Sprunggelenk.

Sven Gruhlke hat geschrieben:Hat jemand ein ähnliches Beschwerdebild?

Wie genau muss man sich denn einen Gewebedruck vorstellen?
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Re: Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

Beitragvon Sven Gruhlke » Dienstag 26. Juni 2012, 17:34

Über die Sendung "Visite" habe ich von der Nervensonografie erfahren und mich in Hamburg Eppendorf untersuchen lassen. ErgebnIs war, dass sich bei allen untersuchten Nerven keine Anzeichen für eine hypertrophe Neuropathie oder einer faszikulären Hypertrophie feststellen ließen. Jetzt soll der Nerv Suralis biopsiert werden, weil dies als letzte diagnostische Maßnahme die Möglichkeit bieten würde, doch noch eine behandelbare Ursache zu finden. Wohl oder übel werde ich der Maßnahme zustimmen, weil bei mir die Beschwerden dramatisch zunehmen und ich damit rechnen muß, meine Gehfähigkeit zu verlieren.
Unter Gewebedruck verstehe ich die ständige Spannung, die ich im Fuß und Sprunggelenk habe. Das Bein zeigt dabei keine farblichen Veränderungen, sondern der Druck ist einfach da und wird bei zunehmender Beweglichkeit stärker, was dazu führt, dass ich humpel bzw,. das Bein nachziehe. Bisher hat mir noch niemand sagen können, worauf der Druck zurückzuführen ist. Ich nenne es immer einen Energie- bzw. Nervenstau, weil ich den Eindruck habe, dass der "Durchfluss" gestört ist.
Sven
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Re: Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

Beitragvon Hochlandsmiti » Mittwoch 27. Juni 2012, 18:57

Hallo, Ihr beiden,

Vielleicht ist Euer "Gewebedruck" eine Art Fuß-oder Zehenheberparese, da hat man so ein Gefühl,
dass man festgehalten wird, dass das Bein von der Hand eines anderen gedrückt wird.

Dies müsste aber durch eine einfache Untersuchung vom Arzt festgestellt werden.
Du liegst dabei in Rückenlage auf der Liege, der Arzt umfasst die Zehen oder das Fußgelenk und Du musst
es zu Dir heranziehen.

Stolpert Ihr öfters, hängt manchmal, vor allem bei Belastung, der Fuß etwas herunter und bemerkt das beim Gehen nicht?
Ist nur ein Tipp von mir als Laie, vielleicht hat man ja daran noch nicht gedacht?
:pnp028:
Seid lieb gegrüßt
Liane
Ein Lächeln kostet weniger
als elektrischer Strom
und gibt mehr Licht!
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Deine Diagnose: Bsv C6/ C7,
OP 2008- Versorgung mit einer "Prodisc",
Mitralklappenstenose,
PNP (beide Ulnaris- und beide Peroneusnerven)
axonale und demyelinisierende PNP

Re: Enormer Druck im Fuß und Sprunggelenk

Beitragvon Sven Gruhlke » Mittwoch 26. September 2012, 20:02

Liane, es ist leider nicht so, wie Du es vermutest. In den letzten Wochen haben die Beschwerden weiter zugenommen. Besuche bei Spitzenneurologen sind bisher ergebnislos geblieben. Möchte gerne wissen, wofür diese Leute ihr Geld kriegen. Sie schreiben Zustandsberichte und lassen sich diese auch noch teuer bezahlen. Ich kenne meinen Zustand und brauche mir diesen nicht schriftlich bestätigen zu lassen. Die Grundeinstellung einnes Arztbesuches ist doch, Heilungsansätze zu erfahren. Davon sind die Neurologen aber weit entfernt. Sie machen nicht einmal ernsthafte Anstalten, um die Ursache der Erkrankung herauszufinden. Gababentin und Lyrika wird einem angeboten, also Symptombekämpfung, aber das war es dann auch.
Bei mir sind die Beschwerden jetzt bis ins Knie und Hüftgelenk vorgedrungen. Durch das Mißverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit ist es nunmehr zu einer Hüftkopfnekrose gekommen, die jetzt einen ERsatz des Hüftkopfes durch eine Schenkelhalsprothese erforderlich macht. Meine Hoffnung, noch einmal einen wirklich helfenden Neurologen zu finden, ist gleich null. Wenn ich mir so die Berichte vieler Betroffener ansehe, stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine dar. Ganz anders würde es sein, wenn die Ärzte ein Grundgehalt bekommen und ansonsten Erfolgshonorare bekommen würden. Ich bin sicher, viele heute als nicht heilbar geltende Krankheiten hätten längst den Weg in die Heilung gefunden. Unsere "Gesundheitsindustrie" ist aber einfach zu mächtig, als dass man hier auch nur in kleinen Schritten etwas ändern könnte. Ein Prof. in LÜbeck hat mir bei einem meiner ersten Besuche einmal gesagt, hören sie, wir können ihnen nicht helfen, ich kann nur für sie hoffen, dass ihre Selbstheilungskräfte eintreten und sie so wieder hergestellt werden. Im nachhinein muss ich sagen, dass er sich nicht gescheut hat, die Wahrheit zu sagen und auf kostenintensive, aber sinnlose Untersuchungen verzichtet hat.
Sven
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